Allenthalben wird die Schwäche der Politik gegenüber der Wirtschafts- und Finanzmacht beklagt. Dabei ist es die Politik selber, die ihre Macht verkleinert, indem sie den Einbezug der ausländischen Wohnbevölkerung in politische Entscheidprozesse erschwert und Neuimmigration kriminalisiert. Beispiele: Ausschaffungs- und Antiminarettinitiativen (Schweiz), Schengen/Dublin (EU), neue Anti-Einwanderungsgesetze (Arizona/USA). Darum ist die SOLOTHURNER ERKLÄRUNG wichtig; sie fordert, alle in der Schweiz lebenden Personen – unabhängig von ihrem Pass – in das politische System der schweizerischen Demokratie einzubeziehen (Punkt 9). Die Verwirklichung des Prinzips „no taxation without representation“ (keine Steuerpflicht ohne Mitsprache) ist also nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch ein Gebot der politischen Vernunft: ohne den Einbezug möglichst vieler Menschen in das demokratische System lässt sich das Primat der Politik über die Wirtschaft langfristig nicht sichern.
Mehr zur Solothurner Erklärung unter http://www.landhausversammlung.ch/ und
http://www.landhausversammlung.ch/v01/images/stories/solothurnererklaerung.pdf.
Mittwoch, 9. Juni 2010
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